Gefälschte Sammelkarten — so erkennst du eine echte Karte

Gefälschte Karten tauchen auf Marktplätzen, in Social-Media-Gruppen und immer häufiger in „Schnäppchen“-Boostern auf. Hier findest du einen schnellen Test für zu Hause und Tipps für jedes Spiel.

Kein Tool — auch nicht unser Scanner — kann anhand eines Fotos bestätigen, dass eine Karte echt ist. Dieser Test zeigt Warnsignale auf. Bei wertvollen Karten vergleiche mit einer Karte, deren Echtheit du sicher kennst, oder lass sie graden (PSA, CGC, Beckett).

Test mit 10 Fragen

Hake alles an, was auf deine Karte zutrifft. Je mehr Häkchen, desto höher das Fälschungsrisiko.

0/10Nichts angehakt — in diesem Stadium keine Warnsignale.

Worauf du bei den einzelnen Spielen achten solltest

Pokémon

  • Rückseite: tiefes Blau mit klaren Farbverläufen und scharfem Pokéball.
  • Schrift und Energiesymbole identisch mit einer Karte aus einem Booster; „é“ in Pokémon.
  • Full-Art-Karten und Special Illustration Rares haben eine fühlbare Struktur — Fälschungen sind meist glatt.
  • Ausführlicher Ratgeber: gefälschte Pokémon-Karten erkennen.

Magic: The Gathering

  • Unter der Lupe (30–60×) zeigt echter Druck das typische „Rosetten“-Punktmuster; Fälschungen zeigen ein anderes Muster oder flächige Farbe.
  • Vergleiche Farbe und Muster der Rückseite mit einer günstigen Karte aus einem Booster.
  • Vorsicht bei Karten der Reserved List und alten Editionen — sie sind die am häufigsten gefälschten Magic-Karten.

Yu-Gi-Oh!

  • Echte Karten tragen seit Jahren unten rechts Konamis holografisches Siegel „Eye of Anubis“ — es wechselt beim Kippen die Farbe.
  • Maße 59 × 86 mm — kleiner als Pokémon und Magic.
  • Prüfe den Set-Code und die Sprache über der Illustration (z. B. LOB-EN001) sowie den Schriftzug „1st Edition“.

One Piece Card Game

  • Vergleiche den Kartencode (z. B. OP05-119) und die Seltenheit mit der offiziellen Kartenliste von Bandai.
  • Parallel-, Manga- und SP-Karten haben einen charakteristischen Glanz und eine typische Struktur — Fälschungen sind oft flach.
  • Rückseite: scharfes Logo und gleichmäßige Ränder.

Disney Lorcana

  • Kartennummer, Set und Sprache unten auf der Karte müssen mit der Datenbank übereinstimmen.
  • Enchanted-Karten haben eine deutliche geprägte Struktur und Folie auf der gesamten Illustration.
  • Tintenfarben und Rahmen müssen echten Karten aus demselben Set entsprechen.

Videos: echt vs. gefälscht

Videos von YouTube-Creators — ein Video wird erst nach dem Klick geladen.

FAKE vs. ECHTE Pokémon-Karten erkennen — Qualität, Unterschiede & TippsPokémon · Lauchente · YouTube ↗
So erkennst du Fake-Pokémon-KartenPokémon · PokePilot · YouTube ↗
Wie erkennt man Fake-Pokémon-KartenPokémon · Gigalabastia · YouTube ↗
How to spot fake Pokémon packs & booster boxesPokémon · RealBreakingNate · auf Englisch · YouTube ↗
How to identify fake Magic cards using magnificationMagic · mikewinnin · auf Englisch · YouTube ↗
How to spot fake Yu-Gi-Oh! cardsYu-Gi-Oh! · CherryCollectables · auf Englisch · YouTube ↗

Booster und versiegelte Produkte

  • Wiederverschlossene Booster (Resealed) haben ungleichmäßige, verklebte oder heiß nachgepresste Nähte — echte Verschweißungen sind gleichmäßig und gezackt.
  • Folie: Englische Pokémon-ETBs und Displays sind meist in Folie mit Pokéball-Aufdruck eingeschweißt; glatte Folie ohne Aufdruck ist ein Warnsignal (vergleiche Fotos desselben Produkts).
  • Einzelne Booster von unbekannten Verkäufern könnten „gewogen“ worden sein — die schwereren Holo-Booster wurden herausgenommen. Kaufe versiegelte Displays oder im Fachhandel.
  • Vergleiche den Preis mit Cardometer-Suche — ein Display weit unter Marktpreis ist ein häufiges Anzeichen für eine Fälschung.

Gefälschte PSA-, CGC- und Beckett-Slabs

  • Jeder Slab hat eine Zertifikatsnummer — gib sie auf der Website des Grading-Anbieters ein (Links unten) und vergleiche Note, Kartenname und Jahr.
  • Gefälscht werden ganze Hüllen, Etiketten und sogar Hologramme. Eine Nummer, die in der Datenbank existiert, reicht nicht — prüfe, ob Beschreibung und Foto (falls vorhanden) zur Karte im Slab passen.
  • Sei vorsichtig bei Slabs beliebter Karten (Glurak, Pikachu, Nachtara) zu verdächtig niedrigen Preisen.

Sicher kaufen

  • Kaufe in Shops und auf Plattformen mit Käuferschutz (z. B. Cardmarket, eBay). Zahle nicht per Überweisung an eine Privatperson aus einer Anzeige.
  • Bitte um Fotos der konkreten Karte mit einem Zettel mit Datum und deinem Nutzernamen, Vorder- und Rückseite, gegen das Licht.
  • Bei teuren Karten triff dich persönlich und prüfe die Karte vor der Zahlung, oder kaufe gegradete Karten.
  • Prüfe vor dem Kauf den Marktpreis und den Preisverlauf auf Cardometer — ein zu gutes Angebot ist das häufigste Warnsignal.

Cardometer-Scanner

Fotografiere die Karte mit dem Cardometer-Kartenscanner — wir erkennen sie und zeigen den Preis sowie ein Bild der echten Karte zum Vergleich. Der Scanner bestätigt nicht die Echtheit, zeigt aber schnell, ob Nummer, Set und Illustration übereinstimmen.

Häufige Fragen

Sind gefälschte Pokémon-Karten legal?

Fälschungen als echte Karten zu verkaufen ist Betrug, und ihre Herstellung verletzt Markenrechte. Unwissentlich gekaufte Fälschungen lassen sich in der Regel über den Käuferschutz der Plattform zurückgeben.

Ist der Rip-Test eine gute Methode?

Das Zerreißen einer Karte zeigt die Innenschicht, zerstört die Karte aber. Mach ihn nur mit billigen Duplikaten zum Vergleich, nie mit der Karte, die du prüfen willst.

Kann eine App eine Fälschung anhand eines Fotos erkennen?

Ein Handyfoto zeigt weder die Kartendicke noch die Struktur oder die Innenschicht. Apps können eine falsche Nummer oder Illustration erkennen, aber nicht die Echtheit bestätigen.

Wo tauchen Fälschungen am häufigsten auf?

In privaten Anzeigen, auf Messen, in „Mystery“-Paketen mit zufälligen Karten und in sehr billigen Boostern von ausländischen Marktplätzen.

Was tun, wenn ich eine Fälschung gekauft habe?

Eröffne einen Fall auf der Plattform, auf der du gekauft hast (Käuferschutz), und bewahre Fotos und Nachrichten auf. Wenn du per Karte oder PayPal bezahlt hast, kannst du eine Rückbuchung (Chargeback) beantragen.

Quellen und Slab-Prüfung